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Vorschau: The Road of Dust and Sorrow
The Road of Dust and Sorrow – Copyright: Painted Black Games

Postapokalypse, Infizierte und knappe Ressourcen – wirklich neu klingt The Road of Dust and Sorrow zunächst nicht. Trotzdem entpuppte sich das Abenteuer von Painted Black Games schon nach wenigen Minuten als kleiner Überraschungstitel. Denn Katherine und ihre Tochter Ava sind sofort greifbar, die Pixelwelt sieht großartig aus und hinter dem bekannten Endzeitszenario steckt offenbar deutlich mehr als nur die nächste Monsterjagd.


Die Menschheit wollte eigentlich nur den Hunger besiegen. Heraus kam eine Pflanze, die Menschen in aggressive Kreaturen verwandelt und die Zivilisation ziemlich effektiv zerlegt hat. Nun ziehen Katherine und ihre zwölfjährige Tochter Ava durch die Überreste dieser Welt und suchen nach einem sicheren Ort. Natürlich wäre das allein vermutlich noch nicht kompliziert genug, weshalb ihnen zusätzlich ein mysteriöser Kult um einen sogenannten Pastor auf den Fersen ist.

Das klingt zunächst nach einer Mischung aus bekannten Endzeitmotiven. Doch The Road of Dust and Sorrow braucht in seiner Demo erstaunlich wenig Zeit, um daraus etwas Eigenes zu machen. Katherine und Ava funktionieren sofort als Duo. Man versteht schnell, wie unterschiedlich beide mit dieser Welt umgehen und warum die gemeinsame Reise vermutlich alles andere als ein fröhlicher Familienausflug wird.

Eine Mutter, eine Tochter und wenig Munition

Besonders gut funktioniert, dass Katherine keine wandelnde Waffenplattform ist. Munition und andere Ressourcen wollen eingeteilt werden, Kämpfe lassen sich nicht einfach im Dauerfeuer lösen und manchmal ist Vorsicht schlicht die bessere Überlebensstrategie. Das passt zur Grundidee des Spiels, das sich zwar an Survival-Horror-Klassikern wie Resident Evil und Silent Hill orientiert, den Fokus aber stärker auf Geschichte, Erkundung und Überleben legt.

Unsere Anspielsession wirkte dadurch angenehm abwechslungsreich. Erkunden, kleinere Rätsel und Begegnungen mit den sogenannten Dustern greifen gut ineinander, während das Leveldesign immer wieder dazu zwingt, die Umgebung genauer zu betrachten.

Infos zum Spiel

  • Release: 3. Dezember 2026 (PC) Konsolen TBA
  • Plattform: PC, PS5, Xbox X|S, Nintendo Switch/Switch 2
  • Entwickler: Painted Black Games
  • Offizielle Website

Ganz rund lief es allerdings noch nicht. Vor allem beim Zielen fühlte sich die Steuerung stellenweise etwas hakelig an. Gerade mit Controller kann das in Situationen auffallen, in denen jeder Schuss zählt. Immerhin arbeitet Painted Black Games weiter am Feinschliff: Für die jüngst veröffentlichte erweiterte Demo wurden unter anderem Kampf, Bedienung und Steuerungsbelegung überarbeitet.

Pixelgrafik mit erstaunlich viel Atmosphäre

Optisch gehört The Road of Dust and Sorrow für mich schon jetzt zu den spannendsten Aspekten. Die detaillierte Pixelgrafik verbindet verfallene Straßen, überwucherte Gebäude und düstere Innenräume mit einer erstaunlich warmen bis düsternen Farbgebung.

Das funktioniert besonders gut, weil das Spiel nicht permanent versucht, möglichst hässlich und hoffnungslos auszusehen. Zwischen all dem Verfall entstehen immer wieder ruhige, fast gemütliche Momente – bevor die nächste Tür daran erinnert, dass „Cozy Horror“ hier eben nur die halbe Wahrheit ist. Der Publisher selbst beschreibt genau diese Mischung aus Survival-Horror und stiller Nostalgie als wichtigen Teil des Spiels.

Vor allem Katherine und Ava profitieren davon. Bereits die ersten Gespräche reichen aus, damit beide nicht wie austauschbare Spielfiguren wirken. Katherine betrachtet die Welt pragmatischer und härter, während Ava trotz allem noch Hoffnung und Neugier besitzt. Das zeigt sich beispielsweise in der Debatte, wie man mit einer streunenden Katze umgehen sollte. Gerade diese Gegensätze geben der Geschichte einen starken emotionalen Hook.

The Road of Dust and Sorrow klingt richtig gut

Auch beim Audio setzt The Road of Dust and Sorrow eher auf Atmosphäre als auf Dauerbeschallung. Die Soundkulisse arbeitet mit den leeren Räumen, Bewegungen und Gefahren der Umgebung und unterstützt damit das Gefühl, jederzeit etwas übersehen – oder hören – zu können. Dass Kopfhörer ausdrücklich empfohlen werden, passt gut zu diesem Ansatz.

Die Musik hält sich dabei bislang angenehm im Hintergrund und unterstützt vor allem Stimmung und emotionale Momente. Das Entwicklerteam arbeitet nach eigenen Angaben bis zuletzt am Hauptthema und an den Soundeffekten, was zeigt, welchen Stellenwert die akustische Seite für die fertige Fassung besitzt.

Einen öffentlich ausgewiesenen Komponisten gibt es derzeit noch nicht. Auch eine vollständige Ingame-Synchronisation wird es nicht geben; die Geschichte wird in der Demo daher überwiegend über Text getragen. Katherine besitzt allerdings im aktuellen Story-Trailer eine gesprochene Voice-over-Passage.

Fazit:

The Road of Dust and Sorrow ist ein kleiner Überraschungstitel, den man definitiv auf die Wishlist packen sollte. Katherine und Ava funktionieren schon nach wenigen Minuten als glaubwürdiges Duo, die Grafik besitzt viel Atmosphäre und das abwechslungsreiche Survival-Gameplay zwingt angenehm dazu, Ressourcen nicht einfach zu verballern. Die Steuerung braucht noch Feinschliff, doch wenn die Story ihre bisherige Tiefe hält und das Gameplay über die gesamte Spielzeit trägt, könnte hier ein richtig gutes Action-Adventure auf uns zukommen.


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