
Frisch vom Index und schon bei uns in der Playlist: Doom. Dazu als zweites Hauptthema The Second Guest – ein Grusel-Krimi-Adventure mit Tim-Burton-Vibe und erstaunlich feiner Instrumentierung. Jazzige Einlagen, Oboe, Fagott: herrlich. Viel Spaß!
Doom (1993) war in Deutschland jahrelang indiziert, bis die BPjM den Titel 2011 auf Antrag vom Index gestrichen hat (Begründung u. a.: „technisch veraltete Darstellungsweise“, eher historisch-dokumentarisch).
Heißt für uns: Zeit, den Soundtrack wieder laut zu drehen – ohne das Gefühl, man müsste dabei heimlich die Jalousien runterlassen.
nice to know
Der „vom Index runter“-Moment ist bei Doom kein Mythos: Die BPjM-Streichung 2011 wurde explizit mit der inzwischen veralteten Darstellung begründet – Doom ist mittlerweile ein Kulturgut-Klassiker statt „aktueller Schockeffekt“.
Der Doom-Soundtrack stammt von Bobby (Robert) Prince: frühe 90s-Game-Audio, die nicht „orchestral beeindrucken“ will, sondern dich im Takt halten soll – treibend, aggressiv, mit dieser metallischen Kante, die sich ins Gedächtnis fräst.
The Second Guest – Grusel im 20er-Jahre-Anzug
Kontrastprogramm: The Second Guest (Twice Effect / Headup Games) ist ein episodisches Grusel-Adventure, angesiedelt in einem 20er-Jahre-Setting, mit stark stilisierter Optik und Fokus auf Atmosphäre.
Musikalisch kommt der Score von Luigi-Maria Rapisarda – orchestral gedacht, aber in unserer Folge vor allem mit diesen jazzigen Farbtupfern spannend: Oboe und Fagott als Stimmungsträger, die weniger „Jumpscare“ und mehr „Unruhe unter der Tapete“ liefern.
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Das habt ihr in der Folge gehört:
- The Second Guest OST: Luigi-Maria Rapisarda
- Doom OST: Bobby Prince
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Cooler Sound, aber könnte ich mir dann jetzt doch nicht stundenlang anhören.