· ·
Paul Fu - Creative Director von Assassin’s Creed Black Flag Resynced
Paul Fu – Creative Director von Assassin’s Creed Black Flag Resynced – Copyright: Ubisoft

Für Assassin’s Creed Black Flag Resynced wurde nicht nur an der Technik geschraubt. Creative Director Paul Fu spricht darüber, wie Ubisoft die Karibik hörbarer macht, Kämpfe musikalisch zuspitzt und neue Shanties ins Spiel bringt.


Für viele Fans ist Assassin’s Creed Black Flag nicht nur ein Piratenabenteuer, sondern auch ein Klangbild: knarrende Schiffe, rauschende Wellen, dichte Dschungel, Gesänge auf See. Mit Assassin’s Creed Black Flag Resynced will Ubisoft diese Identität bewahren, aber zugleich für moderne Hardware und eine neue Spielergeneration überarbeiten.

Creative Director Paul Fu bestätigt im Gespräch mit ICO-Radio, dass auch die Audio-Erfahrung neu betrachtet wurde. Besonders die Umgebungen sollten stärker wirken. Dafür habe das Team unter anderem das Stealth- und Musiksystem überarbeitet, damit Spielerinnen und Spieler mehr von der eigentlichen Welt hören.

Wenn Edwards Klinge den Takt vorgibt

Laut Fu wurde dafür eine bewusst einfachere Musikspur geschaffen. Der Grund: Die Umgebung sollte mehr Raum bekommen. Vogelrufe, Affenlaute und andere Naturgeräusche sollten nicht untergehen, sondern das Gefühl verstärken, tatsächlich in der Karibik unterwegs zu sein.

„Wir wollten das Gefühl verstärken, in der Karibik zu sein“, erklärt Fu. Es geht also nicht nur um bessere Klangqualität, sondern um eine andere Gewichtung. Die Welt soll atmen dürfen. Gerade in ruhigeren Momenten kann das viel ausmachen: weniger musikalische Überdeckung, mehr akustische Umgebung.

Gleichzeitig sollte der verwegene Piratencharme des Originals erhalten bleiben. Dafür habe Audio Director Erik-Jon Evangelista auch die Kampf-Audio-Direction noch einmal angefasst.

Infos zum Spiel

„Authentizität kommt auch durch den Sound“

Besonders spannend ist laut Fu das neue Zusammenspiel von Kampf und Musik. Bei einem Chain Takedown reagiert der Score nun direkt auf die Aktion. Wenn Edward mehrere Gegner nacheinander ausschaltet, schneidet die Musik präzise auf den Takt der Bewegung.

Fu beschreibt das sehr konkret: Sobald ein Gegner während eines Chain Takedowns getroffen wird, setzt die Musik genau auf diesem Beat an. Je mehr Gegner ausgeschaltet werden, desto stärker steigert sich der Effekt. Für Fu ist das „beeindruckend“ – und es zeigt, wie sehr Resynced versucht, bekannte Mechaniken akustisch intensiver zu machen. Das ist mehr als nur ein Remaster-Effekt. Die Musik wird stärker Teil der Aktion. Der Kampf klingt nicht einfach begleitend, sondern reagiert auf den Rhythmus des Spielers.

Bei den emotionalen Schlüsselszenen ging Ubisoft dagegen vorsichtiger vor. Fu erklärt, dass die originalen Musikstücke dort größtenteils erhalten geblieben sind. Der Grund sei Authentizität: Diese Momente hätten ihre emotionale Wirkung auch durch den bekannten Sound erhalten.

„Es ist sehr wichtig, authentisch zu sein, und ein Teil dieser Authentizität entsteht durch den Sound“, sagt Fu. Für neue Szenen habe sich das Team jedoch mehr kreative Freiheit genommen. Dort gibt es neue Tracks und auch neue Shanties. Damit verfolgt Resynced offenbar einen zweigleisigen Ansatz: Das emotionale Gedächtnis des Originals bleibt erhalten, während neue Inhalte und überarbeitete Systeme stärker erweitert werden dürfen.

Zehn neue Shanties für Blackbeard, Stede Bonnet und die Crew

Kaum ein Element ist so eng mit Black Flag verbunden wie die Sea Shanties. Auch Paul Fu betont, dass er diese Gesänge persönlich sehr liebt. Deshalb habe das Team viel Zeit darauf verwendet, gemeinsam mit der Audio- und Quest-Abteilung zu überlegen, wie man diesen Teil des Spiels sinnvoll erweitern kann.

Das Ergebnis: Insgesamt zehn neue Shanties kommen in Resynced hinzu. Darunter befinden sich Stücke aus Assassin’s Creed Rogue, aber auch komplett neue Gesänge. Einige davon sind historisch inspiriert, andere wurden speziell für Figuren im Spiel geschrieben.

Fans dürfen sich laut Fu unter anderem auf Shanties freuen, die eigens für Blackbeard und Stede Bonnet entstanden sind. Damit knüpft Resynced an eine der stärksten Erinnerungen des Originals an: das Gefühl, mit der Crew über das Meer zu segeln, während aus dem Hintergrund die Stimmen der Mannschaft erklingen. Assassin’s Creed Black Flag Resynced will also nicht nur besser aussehen. Es will auch bewusster klingen: mit mehr Karibik in der Umgebung, dynamischeren Kämpfen, vertrauten emotionalen Momenten und neuen Liedern auf See.


Verwandte Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert